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Die Bankbürgschaft

Vor- und Nachteile

Was ist eine Bankbürgschaft?

Bei der auch als Bankaval bezeichneten Bankbürgschaft handelt es sich um eine Alternative zu herkömmlichen Kautionsformen wie der Barkaution oder dem Mietkautionskonto. Der Mieter hinterlegt die vereinbarte Kautionssumme hierbei nicht bar, da ein Kreditinstitut für ihn bürgt. Es liegt ein Bankgeschäft nach § 1 Absatz 8 des Kreditwesengesetzes vor.

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Wer kann eine Zahlung der Kaution per Bankbürgschaft beantragen?

Zur Beantragung einer Bankbürgschaft ist jeder Mieter berechtigt, da es sich um eine reguläre finanzielle Dienstleistung handelt. Wer an einer solchen Kautionslösung interessiert ist, kann bei seiner Hausbank eine entsprechende Anfrage einreichen und sich zu den Konditionen, Preisen und anderen Details beraten lassen. In jüngster Zeit sind viele Banken jedoch nur mäßig an der Übernahme einer Mietkaution-Bankbürgschaft interessiert. Da sie sich gegen eventuelle Kautionsansprüche absichern müssen, beziehen sie die Vergabe der Bankbürgschaft in der Regel in den Kreditrahmen des Kunden mit ein, was diesen um die entsprechende Summe reduziert. Darüber hinaus übernehmen Banken meist nur die Kautionsbürgschaft hauseigener Kontoinhaber.

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Was kostet es, die Mietkaution per Bankbürgschaft zu zahlen?

Die Kosten einer solchen Kautionsvariante variieren von Bank zu Bank bisweilen erheblich. Der Mieter sollte sich daher im Vorfeld sorgfältig informieren und die verschiedenen Angebote vergleichen. Die Höhe der Kosten orientiert sich an der Gesamtkaution, an der voraussichtlichen Mietdauer sowie an der geplanten Nutzung des Mietobjekts. Mithilfe einer Bankbürgschaft kann man keineswegs "kautionsfrei eine Wohnung mieten", wie in einschlägigen Foren gerne missverstanden wird. Zwar muss der Mieter keine Barkaution entrichten, zahlt jedoch die jährlichen Beiträge. Darüber hinaus muss er dem Bürgen eine finanzielle Sicherheit für den Fall anbieten, dass die hinterlegte Kaution in Anspruch genommen wird. In der Regel wird hierzu das Gehaltskonto des Mieters gewählt. Aus diesem Grund vergeben viele Kreditinstitute Bankbürgschaften nur an hauseigene Kunden.

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Was sind die Vorteile einer Bankbürgschaft?

Wer die Kaution mittels Bankbürgschaft entrichtet, vermeidet die Barzahlung der vereinbarten Sicherheitsleistung und kann das auf diese Weise indirekt eingesparte Geld beispielsweise zur Finanzierung des Umzugs verwenden. Darüber hinaus vermeidet der Vermieter den Verwaltungsaufwand, ein separates Mietkautionskonto für den betreffenden Mieter einzurichten. Im Fall eines Kautionsanspruchs wendet er sich direkt an den Bürgen.

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Was sind die Nachteile einer Bankbürgschaft?

Wer die Mietkaution mittels Bankbürgschaft entrichtet, verpflichtet sich zur Zahlung jährlicher Beiträge. Darüber hinaus sinkt die Liquidität des eigenen Kontos, da das Kredit- oder Dispolimit um die Höhe der Kaution reduziert wird. Da die Banken das mit der Bankbürgschaft verbundene Risiko in der Regel so weit wie möglich verringern wollen, wird oftmals das Gehaltskonto des Mieters als Sicherheit verpfändet. Da die Kaution bei der Bankbürgschaft nicht auf einem Sparbuch liegt, kommt es in diesem Fall auch nicht zu einer Verzinsung der Mietkaution. Der Mieter profitiert also nicht von der deponierten Summe.

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Welche Alternativen zur Bankbürgschaft gibt es?

Diese Nachteile in Verbindung mit der sinkenden Bereitschaft, Bankbürgschaften anzubieten, führen dazu, dass diese Form der Kautionszahlung stark an Attraktivität abgenommen hat. Wer weitere Arten der Mietkaution abseits von Bar- und Bankkaution sucht, sollte einen Blick auf die Mietkautionsversicherung werfen: Obgleich sie dem Mieter die gleichen Vorzüge wie eine Bankbürgschaft bietet, ist ihr Abschluss weitaus einfacher und reduziert auch nicht das Kredit- oder Dispolimit.

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